Direkt zum Hauptinhalt springen

Direkt zur Hauptnavigation springen

Rückblick 2007: 7. Internationales Seefliegertreffen

Flugplatzfeste und sehr interessante Fliegertreffen gibt es fast ganzjährig in Europa und natürlich auch in Deutschland. Diese Seite würde nicht ausreichen, um alle bekannten Veranstaltungen des Jahres 2007 vorzustellen.

Eine Besonderheit ist das Internationale Seefliegertreffen, eine Veranstaltung ausschließlich für Wasserflugzeuge und Flugboote im Rahmen der Rostocker Hanse Sail, an der jährlich mehr als 250 Groß- und Traditionssegelschiffe teilnehmen und zu der etwa eine Million Besucher begrüßt werden.

Angemeldet zum 7. Internationalen Seefliegertreffen waren: eine Maule M7 aus England, zwei Lake LA 4-200 aus Österreich und Deutschland, eine Cessna 185 aus Holland, zwei Cessna 206 aus Schweden und Deutschland, eine Cessna 206 TU 206 G Soloy aus Deutschland, eine Cessna 208 Caravan aus Schweden und eine DHC-2 Beaver De Havilland Aircraft aus Deutschland. Hinzu kamen zwölf Flugmodell-Sportfreunde mit 36 flugfähigen Modellen unter 20 Kilogramm Eigengewicht und einer Spannweite von bis zu 3,80 Meter.

Selbst tagelange extreme Regenfälle, wie in diesem Sommer in England, können einem Wasserflugzeug eigentlich keinen Schaden zufügen. Wenn aber der Wasserstand ungewöhnlich plötzlich ansteigt, das Land überflutet wird und das Flugzeug dabei in der Halle steht, kann es kritisch werden. Und so kam es zu einer Beschädigung an der Piper Maule M7 aus Leicestershire.

Aber auch in Deutschland und Österreich begann ausgerechnet zur Hanse Sail schlechtes Wetter mit extremen Regenfällen. So drohte aus Gründen der Sicherheit das Seefliegertreffen nach all seinen aufwändigen Vorbereitungen buchstäblich ins Wasser zu fallen. Äußerst ungewöhnlich für einen Sommermonat setzte auch noch dichter Nebel ein, der selbst den erprobten Seeleuten der Traditionssegler zu schaffen machte.

Donnerstag, 9. August
11.30 Uhr, erster Funkspruch der D-EGUF aus Berlin: Anmeldung zur Rostock Seabase in ca. 10 Minuten. Bringen die Sonne mit! So melden sich in halbstündigem Abstand die PH-DUK aus Holland, die SE-KDH aus Schweden, die LN-BIE aus Flensburg und die D-ESKI aus Plau am See.

Der Himmel wird schwarz, dicke Wolken ziehen auf, 17.30 Uhr die Eröffnung der 17. Hanse Sail im Stadthafen. Endlich meldet sich aus 2000 Meter Höhe der Seaking Hubschrauber mit den Fallschirmspringern der Bundespolizei, die mit den Flaggen des Partnerlandes Schweden, der Baltic Sail und der Hanse Sail die Grüße der Seeflieger auf die Eröffnungsbühne bringen. Erst jetzt können die Wasserflugzeuge starten und in nur 100 Metern Höhe den Veranstaltungsort überfliegen.

Freitag, 10. August
Regen und undurchdringlicher Nebel. Selbst die Hubschrauber der SAR starten bei teilweise weniger als 50 Meter Sicht nicht mehr. Viele Besucher warten am Steg auf den Start zu ihrem Rundflug. Aber das Wetter wird und wird nicht freundlicher. Aus Gründen der Sicherheit muss der Flugbetrieb vollständig eingestellt werden.

Samstag, 11. August
Nebel, Wolken und Regen. Vereinzelnd lockert es kurzfristig etwas auf. Wir versuchen auf Wunsch vieler Besucher einen Rundflug, aber die Sicht ist so schlecht, dass auch an diesem Tag leider keine weiteren Flüge stattfinden können.

Sonntag, 12. August
Das Wetter will nicht besser werden. Wir sind enttäuscht und die ersten Piloten nutzen kurzfristige Aufheiterungen, um die Region Rostock ohne Probleme verlassen zu können. Am frühen Nachmittag zeigt sich plötzlich die Sonne und schon sind die vielen freiwilligen Helfer wieder quicklebendig dabei, Fluggäste einzuordnen, ihnen beim Einsteigen behilflich zu sein, oder sie mit den Sicherheitsregeln an Bord eines Wasserflugzeuges vertraut zu machen.

Der Nachmittag vergeht viel zu schnell und zum Abend verlassen auch die letzten Flugzeuge den Veranstaltungsraum, mit der eindeutigen Aussage: „2008 wird das Wetter besser sein und wir sind selbstverständlich wieder dabei“.