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Bulletin 13. August 2006

Abendempfang für Gäste und Partner der Hanse Sail
Einen zünftigen Ort hatte die Hansestadt Rostock für ihren traditionellen Hanse-Sail-Empfang gewählt. Im futuristisch anmutenden Zelt des Cruise Centers am Warnemünder Passagierkai begrüßte Oberbürgermeister Roland Methling am Samstagabend rund 300 nationale und internationale Gäste sowie Partner der Hanse Sail. Neben regionalen Köstlichkeiten und gut gezapftem Bier der Hanseatischen Brauerei Rostock konnten sie durch die großen Glasscheiben auch das bunte Getümmel auf den ein- und auslaufenden Schiffen beobachten. Viele Erinnerungen an die Erlebnisse der vergangenen Sail-Tage wurden in intensiven Gesprächen ausgetauscht.  Vorfreunde auf die 17. Hanse Sail Rostock 2007 beherrschte die Small-Talks und Fachdispute.

BAUMSTARK bei Hanse-Sail-Regatta vorn
Wie an der Perlenschnur aufgezogen segelten gestern die Teilnehmer der Hanse-Sail-Regatta an der Küste entlang. Insgesamt 38 Rahsegler, Schoner, einmastige Traditionssegler und Yachten waren um punkt 12.30 Uhr zur traditionellen Regatta am Sail-Sonnabend gestartet. Bei Windstärken um drei Beaufort und Sonnenschein legte die Wettfahrtleitung des Warnemünder Segel-Clubs um Uwe Jahnke den Kurs zuschauerfreundlich dicht unter Land. Insgesamt acht Seemeilen lagen vor den Kapitänen, Besatzungen und ihren Gästen, die Wendemarke befand sich in Höhe des Ostseebades Nienhagen. First Ship Home war die BAUMSTARK. Ein Kopf an Kopf Rennen lieferten sich die BALTIC BEAUTY und die Vorjahressiegerin aus Greifswald, die Schonerbrigg GREIF. Die Siegerehrung findet heute um 17 Uhr auf der Hanse-Sail-Bühne statt.

Politik, Labskaus und Segeln auf der GORCH FOCK
Mehr als 100 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben waren gestern bei durchwachsenem Segelwetter Zeugen eines besonderen maritimen Spektakels vor  Warnemünde. Sie folgten den Einladungen von Vizeadmiral Wolfgang Nolting, Inspekteur der Deutschen Marine,  Konteradmiral Ulrich Otto, Chef des Marineamtes, sowie der Landtage Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins zur großen Regatta der Traditionssegler. An Bord des schnittigen Schulschiffs der Deutschen Marine, der GORCH FOCK, verfolgten sie dieses Highlight der Hanse Sail 2006. Heute kann jeder ein bisschen „VIP“ sein. Von 10 bis 18 Uhr lädt die GORCH FOCK zum Open Ship im Marinestützpunkt Warnemünde ein.

Cocktailempfang auf der APOLLO
Rund 30 geladene Gäste folgten am Freitag der freundlichen Einladung der dänischen Marineheimwehr. Claus Hofman-Bang, Kapitän der APOLLO, bedankte sich herzlich in seiner Willkommensrede bei der Deutschen Marine und dem Hanse-Sail-Büro für die tolle Gastfreundschaft. Es ist bereits die 5. Teilnahme des in Helsingör beheimateten Schiffes an der Hanse Sail Rostock. Die Besatzung, komplett aus älteren Reservisten bestehend, hatte Spaß daran, die Gäste wurden sorgsam verpflegt und bekamen interessante Informationen über das Boot. Unter Begleitung der Crew war es möglich, die APOLLO bis in den kleinsten Winkel zu inspizieren. Bereits jetzt werden Pläne geschmiedet, den Hafen der Hansestadt Rostock in den kommenden Jahren wieder anzulaufen.

Das Partnerland Island stellt sich vor
Das diesjährige Partnerland der Hanse Sail präsentierte sich musikalisch auf der Bühne am Passagierkai von Warnemünde. Zunächst traten 17 Männer und Frauen auf, die vorwiegend isländische und schwedische Lieder aus unterschiedlichen Epochen sangen. Zum Verständnis wurden die Liedtexte von den beiden Gründerinnen der Gruppe, Kristinn und Tuula Jóhannesson, übersetzt. Gesine Klein aus Evershagen fand den Gesang „sehr gut“ und genoss so mit vielen anderen Zuschauern den einstündigen Auftritt. Am selben Abend gab die Sängerin Kristjana Stefansdottir eine gelungene Kostprobe isländischen Jazz-Verständnisses. In Eigenkompositionen und geschickt gewählten Übernahmen internationaler Songs wie des Beatles-Titels „Baby, you can drive my car“ überzeugte sie stimmlich wie emotional und durfte sich über den herzlichen Beifall des Publikums freuen. Bemerkenswert - das einfühlsame Gitarrenspiel ihres Partners Birkir Rafu Gislason. Gestern Abend gegen 20 Uhr versetzte die Newcomer-Band „Benni Hemm Hemm“ im Rahmen der NDR 1 Radio MV – Sail Nacht die Menschen mit rockigen Klängen und isländischem Gesang in Feierlaune. Auf dem Hanse-Sail-Gelände im Stadthafen ist das Partnerland Island mit zwei Ständen, die von David Johansson betreut werden, vertreten. Zum einen stellt das Fremdenverkehrsamt die Schönheiten Islands in zahlreichen Prospekten vor. Zum anderen bietet die Firma „66“ aus Island eine hochwertige „technical outdoor collection“ für Segelfans zum Kauf an. Beide Stände findet man auf Höhe der STUBNITZ mit Front zum Hafenhaus.

Direkt von der Hanse Sail zum Pop-Klassik-Treff auf die Bühne im IGA-Park
„Wegen der intensiven Probenarbeiten beschränkten sich meine Begegnungen mit der Hanse Sail auf die Show der Schiffe“, sagt Ober“Prinz“ Sebastian Krumbiegel. „Ich weiß, dass die Sail auch mehr ist, aber ich war schon ganz froh, dass ich überhaupt Muße gefunden habe, mir dieses Highlight zu gönnen. Es hat mich so an meine Kindheit erinnert. Denn wann auch immer die Familie es vermochte, wurde Urlaub an der Ostsee gemacht. Schiffe, Strand und Meer gehörten eben dazu. Aber eine solche Pracht an Schiffen habe ich zum ersten Mal gesehen.“ Komplimente auch für den Chefdirigenten der Norddeutschen Philharmonie, Generalmusikdirektor Peter Leonard: „Ein exzellenter Musiker, einfühlsam, ideenreich, einfach  professionell. Eine Freude, mit ihm zusammengearbeitet zu haben.“ Das Arbeitsergebnis überzeugte dann auch vor 2400 begeistert jubelnden Fans, die Sebastian Krumbiegel mit gespielter Ermahnung zu bändigen suchte: „Eh, Leute, das ist hier ein Klassik- und kein Rockkonzert! Ihr könnt doch heute nicht so ausflippen.“ Johlende Heiterkeit die Antwort. Und dann das Wetter! Dauernder Nieselregen vom Himmel und großartiger Gesang plus perfekte Instrumentalmusik von der Bühne und beide hörten erst nach Zugaben, Zugaben, Zugaben auf!

Hochwertige Konzerte auch künftig im IGA-Park
„Der Erfolg des Prinzen-Konzerts mit der Norddeutschen Philharmonie macht deutlich, dass in den nächsten Jahren durch eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Hanse Sail, Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, IGA-Park und anderen Partnern weitere hochwertige Konzerte veranstaltetet werden könnten“, sagte der Leiter des Büros Hanse Sail, Holger Bellgardt, und verweist darauf, dass für derartige Großveranstaltungen der IGA-Park gute Voraussetzungen bietet. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen, wenn an die Begeisterung gedacht wird, mit der das Zusammenspiel von Pop-Gruppe „Die Prinzen“ und Norddeutscher Philharmonie unter der Leitung ihres Chefdirigenten Peter Leonard von über 2400 Zuhörern und -schauern gefeiert wurde.

Maritimer Gottesdienst auf der Fregatte MECKLENBURG-VORPOMMERN
Am heutigen Sonntag laden die evangelische und katholische Militärseelsorge Rostock-Warnemünde um 10 Uhr auf die Fregatte MECKLENBURG-VORPOMMERN zu einem öffentlichen ökumenischen Gottesdienst. Die leitenden Militärdekane beider Konfessionen führen gemeinsam durch den Gottesdienst. Predigen wird der evangelische Militärbischof Peter Krug aus  Bonn. Pfarrer Arend Engelkes, evangelischer Militärpfarrer für den Standort Rostock, ist Organisator dieses Gottesdienstes und freut sich auch auf Teilnehmer und Gäste der Hanse Sail.

Entertainment, Spitzenköche und Siegerehrungen
Während die Schiffsbesatzungen der Teilnehmerschiffe mit ihren Gästen zum Abschluss der diesjährigen Hanse Sail noch einmal die echte Romantik der Küste genießen dürfen, können sich die Zurückgebliebenen an den Kaikanten wieder auf stimmungsvolle Musik und bunte Programme auf den Bühnen freuen. Um 15 Uhr kommt der Rostocker Sänger und Produzent Olaf Straube auf die Hanse-Sail-Bühne auf der Haedge-Halbinsel. Er singt u.a. „Macht die Anker fest“, den offiziellen Song der Hanse Sail Rostock 2006. Um 18.15 Uhr beginnen für die richtigen Seebären die Siegerehrungen der Regatten.
Auf der NDR-Bühne wird ab 11 Uhr live gekocht und gesungen. NDR 1 Radio MV Moderator Andreas Dietz ist mit seinem beliebten „Topfgucker“ auf Sendung. Zuschauer können von den Starköchen aus Mecklenburg-Vorpommern so einige Küchentricks erfahren und vom pikanten Gurkeneis mit bunten historischen Tomaten und Tatar aus der Ostsee-Meerforelle probieren. Auf der Bühne im Segelstadion wird um 15.30 Uhr das NDR-Segeltalent prämiert. Auf allen anderen Bühnen gibt es wieder viel Maritimes zu hören und zu sehen. Heide Mundo singt und spielt auf der GOLIATH-Bühne im Stadthafen Musik von der Waterkant. Vier Shantychöre treten ab 11 Uhr auf der Hanse-Sail-Bühne in Warnemünde auf. Auf dem Promenadenfest vor dem Leuchtturm unterhalten ab 14.30 Uhr die Ramonas aus Rostock nicht nur musikalisch mit bekannten Hits aus den 60-er Jahren. Ihr Bühnenprogramm ist Entertainment vom Feinsten.

Breitling Stompers zum 20-jährigen Jubiläum geehrt
Gestern überreichten auf der Hanse-Sail-Bühne Dr. Peter Ernst und Klaus Fobian, langjährige Stompers-Fans, den Mannen um Detlef Pielucha einen Blumenstrauß und dankte für die 20 Jahre mitreißenden Musizierens. Heute sind die Stompers ab 11 bis 14 Uhr auf der Bühne am Leuchtturm in Warnemünde.

Segeltalente auf dem Wasser und am Mikrofon
Die besten Optimistensegler Norddeutschlands treffen sich an diesem Wochenende im Segelstadion. Bereits zum zweiten Mal wird im Stadthafen anlässlich der Hanse Sail das NDR-Segeltalent gesucht. 29 Sportler zwischen neun und 14 Jahren starteten gestern um 13 Uhr in ihren kleinen, kantigen Jollen die ersten Wettfahrten. Die Regatten zwischen modernisierten Speichern und Holzhalbinsel sind nicht nur besonders gut zu sehen, auch gut zu „hören“: Mathias Bohn, NDR-Journalist und derzeit einer der besten deutschen Finn Dinghi-Segler, sowie Malte Philipp, Trainer des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) am Stützpunkt Warnemünde, und die 470er Seglerin Daria Blaschkewitz kommentieren die Wettfahrten fachkundig. Hochklassig auch die Absicherung durch den Rostocker Segelverein Citybootshafen e.V. (RSC 92).  Das Finale findet heute um 14.15 Uhr statt.

Schiffe gucken und segeln - Rostock bleibt Segelstadt auch nach der Hanse Sail
Weil Abschied nehmen schwerfällt und Rostock schön ist, bleiben ab Montag noch insgesamt ca. 20 Traditionssegler in verschiedenen Häfen. Fest vertäut an der Pier wird die „dicke, alte Dame“  STETTIN sogar noch bis zum 19. August im Stadthafen liegen. Dem Motto folgend, nach der Sail geht’s (kleiner) weiter, unternehmen Schiffe noch für mehrere Tage Fahrten in See. Andere Crews suchen noch Mitsegler bis in ihre nächsten Zielhäfen nach Lübeck, Kiel, Süd-Schweden, Dänemark, Hamburg, Stralsund, Greifswald oder zur Insel Rügen. Wem möglich ist, auf eigene Kosten nach Hause zurückzukommen, kann auch für diese Fahrten anheuern. Es lohnt also auch ab Montag die Buchungszentrale der Hanse Sail im Stadthafen nach Segelabenteuern zu fragen: Telefon (0381) 208 52-26/-61/-76 oder 0160 – 92 50 90 75.

Entspanntes Bummeln für Hanse-Sail-Besucher
Hanse-Sail-Besucher können in diesem Jahr den Bummel durch Rostocks Seebad entspannter und ohne Gedrängel genießen. Die Händler mit Kunsthandwerk, Schmuck, Souvenirs und Imbiss-Angeboten haben nach Jahren wieder ihren Platz auf der Promenade zwischen Kurhaus und Leuchtturm gefunden. „Es ist eine attraktive Erlebnismeile auf der Promenade geworden. Und wer schöne Segelschiffen sehen will, der geht zum Neuen Strom. Eine gute Lösung für alle“, freut sich der Warnemünder Marktorganisator Jörg Bludau.
Wenige Markthändler, die gegenüber den Vorjahren Umsatzeinbußen befürchten, reagieren verhalten. Händler Uwe Kehrhahn meint: „Wir sind nicht glücklich. Der Platz ist sehr schön, aber vielen Touristen fehlt das Flair mit den Schiffen. Wer sich dafür interessiert, bleibt weg.“ Marita Schröder, amtierende Direktorin der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde sagt: „Abgerechnet wird aber zum Schluss. Wir haben einen Versuch gestartet, die Spaziermeile auch zur Sicherheit für die Besucher aufzulockern und werden im Anschluss sehen, wie die neue Lösung bei Gästen, bei Ortsansässigen und Händlern ankam.“

Gastliche Mecklenburger verwöhnen Schiffsbesatzungen
Eine gemischte italienische Vorspeise, Tortellini mit Schinken und Fleischmedaillons mit verschiedenen Soßen wird Stefano Pirini seinen Gästen heute servieren. Das italienische Restaurant „Luna Rossa“ im Stadthafen empfängt 25 Seeleute und bewirtet die Gäste gern, auch wenn dem aus Rimini stammenden Italiener während der turbulenten Sail-Tage die Zeit zum Sitzen und Reden leider fehlt. „So wie der seit fünf Jahren in Rostock ansässige Wirt werden insgesamt 45 Gaststätten mehr als 400 ausländische Seeleute umsorgen“, erläutert Ulrich Hellmuth vom Hanse-Sail-Team. Seit sechs Jahren organisiert er gemeinsam mit Angret Ede die Hanse-Sail-Aktion „Gastliche Mecklenburger“, redet mit Gastronomen und wirbt neue Gastgeber.

Seeflieger verteidigten in zähem Kampf ihre Wasserflugzeuge
Mit einem überraschenden Überfall hatten fünf „Piraten“ gestern versucht, die am Kai des Fischereihafens schaukelnden Wasserflugzeuge zu kapern. Mit altertümlichen Pistolen und Degen bis an die Zähne bewaffnet, blieb nur das Boot der Wasserschutzpolizei unberührt. Gut 300 Besucher des 6. Seefliegertreffens im Rahmen der Hanse Sail genossen das Gaudi und applaudierten kräftig.

Unsere Hanse-Sail-Serie (4)
Island ganz isländisch
Jedes Land hat so seine Eigenheiten. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs. Da sind kleinere Bodenbewegungen fast Alltag. Die Isländer gewöhnten sich daran. Sie sind stolz auf ihre größte Vulkan-Insel der Welt, die auch über den weltgrößten Gletscher von  8300 Quadratkilometern verfügt. Und dann haben die Isländer 13 Weihnachtsmänner, die Jólasveinar. Die brauchen sie auch, denn sie feiern eigentlich 26 Tage lang Weihnachten! Stekkjastaur und seine zwölf Brüder kommen jedes Jahr ab dem 12. Dezember bis zum Heiligen Abend, einer nach dem anderen und beschenken die Isländer. Danach geht dann - Stekkjastaur allen voran - täglich einer nach dem anderen wieder zurück in die Vulkanberge; bis dann am 6. Januar alle wieder weg sind - bis zum 12. Dezember.

Großes Glück mit dem Wetter
Was hätte auf die Hanse-Sail-Fans vom Himmel her niederprasseln können, wenn die drohende Tiefdruckrinne aus Polen weiter nach Westen abgedriftet wäre ... Aber zum großen Glück hat der Hochkeil aus der Normandie die Oberhand im meteorologischen Ringen behalten und nur ab und an ein paar deftige Schauer zugelassen. Der heutige Sonntag stellt sich ebenfalls als Zweikampf dar: Vielfach starke Bewölkung mit zeitweiligem schauerartigem  Regen, aber auch etwas Sonne bei Höchsttemperaturen zwischen 17 und 22 Grad.