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Bulletin 14. August 2006

OB Roland Methling dankt Organisatoren, Helfern und Sponsoren
„Die 16. Hanse Sail Rostock 2006 ist leider schon wieder Geschichte“, resümierte Rostocks Oberbürgermeister am Tag danach. „Es war ein phantastisches maritimes Fest. Vier Tage strahlte die Sail auf das Leben in unserer Stadt aus. Es war vor allem die bunte Vielfalt der teilnehmenden Schiffe, die weit über eine Million Menschen aus allen Teilen Deutschlands und vielen Regionen des Ostseeraums, ja ganz Europas anzog. Die Rostockerinnen und Rostocker zeigten sich als weltoffene und freundliche Gastgeber. Ich möchte allen Organisatoren, den vielen Helfern, Partnern und Sponsoren, ohne die auch die 16. Hanse Sail nicht möglich gewesen wäre, herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz danken.“

Und die Sail geht weiter:
17. Hanse Sail Rostock vom 9. bis 12. August 2007

Kaum ist die diesjährige Hanse Sail zu Ende, da planen einige Kapitäne schon den Besuch der nächsten Sail: „Die erste schriftliche Bewerbung brachte Dieter Räbiger aus Uetersen, der den Gaffelkutter BIBER 3 gemeldet hat. Außerdem wollen die Koggen und viele Niederländer wiederkommen. Auch Sail-Neuling GERDA GEFLE aus Schweden hat schon ihr Interesse bekundet“, gibt Wolfgang Bischoff von der Buchungszentrale Auskunft. Die nächste Gelegenheit, Großsegler hautnah zu erleben, gibt es für alle Traditionsseglerfreunde jedoch noch in diesem Sommer: Am 23. September kommen die russische MIR und die DAR MLODZIEZY aus Polen. Beide Schiffe nehmen an einer Regatta von Kiel über Bornholm nach Rostock teil.
Die nächste Hanse Sail kommt bestimmt: Sie findet 2007 vom 9. bis 12. August statt. Dafür gibt es bereits große Pläne: „Wir wollen natürlich unbedingt das Treffen der Koggen wiederholen. Schön wäre es auch, wenn wir die ALEXANDER v. HUMBOLDT und die STAD AMSTERDAM zur Hanse Sail 2007 bekämen, die wir bei Tall Ships’ Races Anfang August in Szczecin zu sehen bekommen. Schlössen sich dann noch einige andere Großsegler an, hätten wir für 2007 weitere Attraktionen“, ist Sail-Chef Holger Bellgardt überzeugt. Wenn dann auch noch aus dem Partnerland der Hanse Sail 2007 Schweden weiteren Gäste nach Rostock kämen, würden sie in seinem Wunschkatalog einen recht attraktiven Platz besetzen.

Tourismusbranche mit der Hanse Sail 2006 zufrieden
„Es war eine gute Sail für Hotellerie und Gastronomie“, zieht Hannelore Dolinga vom Hotel- und Gaststättenverband Rostock Bilanz. „Insbesondere Hotels und Pensionen waren so gut wie ausgebucht.“ Dieser Einschätzung schließt sich auch Marita Schröder, amtierende Direktorin der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde, an und ergänzt: „Die Mitarbeiterinnen unserer Tourist-Informationen in Rostock und Warnemünde waren gut für die Hanse Sail gerüstet. Durch unser neues Buchungssystem konnten wir sehr schnell freie Kapazitäten aufspüren. Es bekam zwar nicht jeder Kurzentschlossene sein Wunschquartier, aber untergebracht haben wir alle Gäste.“

Hansesatische Brauerei: „Die 16. war die schönste Hanse Sail“
„Gratulation an die Veranstalter! Für uns war die 16. Hanse Sail die schönste von allen“, resümiert der Marketingleiter der Hanseatischen Brauerei Rostock Peter Gliem und begründet das nicht allein mit großartigem Biertrinkerwetter und besten Temperaturen. „Uns gefällt die Anordnung der Lauf- und Vergnügungsmeile. Weniger war in diesem Jahr mehr“, so Gliem, der auch die ausgelassene Partystimmung mit DJ Stefan Mangelsdorf am Party-Tower der Brauerei hervorhebt.
„Alles wunderbar. Wir sind angenehm überrascht und der Zulauf gibt uns recht“, ist auch die Einschätzung von Marktleiter Hannes Hübner im Rostocker Stadthafen. Schon am Donnerstag war der Besucherstrom erfreulich. Händler und Schausteller waren mit ihren Stellplätzen zufrieden. Das Wetter war in unserem Sinne, stellt er fest.

Traditionssegler lieferten sich spannendes Rennen
Ein Kopf an Kopf-Rennen lieferten sich die Schonerbrigg GREIF und die Brigantine BALTIC BEAUTY bei der Hanse-Sail-Regatta am Sonnabend-Nachmittag vor Warnemünde. „Beide Schiffe waren ungefähr gleich schnell, es war sehr spannend. Die Zuschauer starrten wie gebannt auf den Endspurt“, berichtet Wettfahrtleiter Uwe Jahnke vom Warnemünder Segel-Club. Erst in letzter Minute konnte schließlich die schwedische BALTIC BEAUTY das Rennen für sich entscheiden und sicherte sich in der Gruppe der Rahsegler den ersten Platz bei der Hanse-Sail-Regatta. In der mit 19 Schiffen größten Gruppe der Schoner und Galeassen ging die Gaffelketsch ARKONA als erste durchs Ziel. Die PEREGRINE gewann bei den einmastigen Traditionsseglern. First Ship Home aller Regatta-Teilnehmer war um 14.44 Uhr die BAUMSTARK, die in der Gruppe der Yachten gestartet war. Zweite wurde hier die LUPA DI MARE. Insgesamt waren 39 Schiffe bei Windstärken um 3 Beaufort aus nördlicher Richtung um 12.30 Uhr auf Kurs gegangen. Der letzte Teilnehmer, die DAENN BLAUWE, querte um 16.55 Uhr die Ziellinie.

Besucherinteresse zum Seefliegertreffen weiter gestiegen
Überrascht waren die Organisatoren um Peter Kumpart, dass bereits am Donnerstag wesentlich mehr Besucher zum Seefliegertreffen nach Rostock-Marienehe kamen, als in den vergangenen Jahren. Peter Kumpart: „Wir wollen keine jährlichen Besucher-Rekorde brechen, uns liegt vor allem die Sicherheit der Besatzungen und Passagiere am Herzen. Deshalb wird bei der Absicherung der Veranstaltung eng mit Reservisten der Bundeswehr und der Wasserschutzpolizei zusammengearbeitet.“ Dass das Seefliegen nicht ungefährlich ist und Sicherheit berechtigt im Vordergrund steht, zeigt ein Zwischenfall am Samstag-Nachmittag. Ein kleiner Sturm sorgte für Turbulenzen auf dem Wasser, so dass zwei Flugzeuge touchierten. Nach einem beherzten Sprung ins Wasser schwammen die Piloten Frank Helbert und Jens Eisenreich zu den beiden Flugzeugen und konnten sie durch erheblichen Krafteinsatz voneinander trennen. Für Besatzungen und Passagiere bestand keine Gefahr. Der Flugbetrieb wurde nicht weiter beeinträchtigt. Ein holländischer Pilot, der erstmals mit seinem Flugzeug in Rostock dabei war, ist vom Seefliegertreffen begeistert. „Ich musste in der Luft erst mal selbst die schöne Landschaft genießen“, und er versprach, wiederzukommen.

SEAT-Kitesurf Trophy: Relaxed auch ohne Wind
Untätig mussten die Kitesurfer das Ende der Hanse Sail erleben. Zu wenig Wind machte der SEAT-Kitesurf Trophy, der Deutschen Meisterschaftsserie vor Warnemünde, einen Strich durch die Rechnung. „Die Fahrer sind trotzdem alle begeistert von der Atmosphäre am Strand“, sagt Organisator Pascal Matzke. Tausende Besucher hatten sich unterhalb des Leuchtturms am NDR-2-Showtruck über die Trendsportart informiert und Wakeboard-Fahren und den alternativ veranstalteten Triathlon für Kiter verfolgt.
Bombastisch auch die Stimmung im Segelstadion: Tausende Zuschauer beobachteten hier täglich die Segelregatten und ließen sich vor der N-JOY-Bühne von fachkundigen Moderatoren die Grundzüge des Segelsports erklären. Mit Kenterübungen und Showeinlagen sorgten die Optimisten-Segler am Sonntag beim NDR-Segeltalent für Kurzweil. „Die Location hat sich als Treffpunkt für junge Leute etabliert“, freut sich Hannes Werner, Inhaber der Schulausflugszentrale, der das Bühnenprogramm koordiniert hatte.

Marineschiffe verabschieden sich von der Hanse Sail 2006
Die Marineschiffe verlassen Rostock und wenden sich neuen Aufgaben zu: Das Segelschulschiff GORCH FOCK wird von Rostock über Kiel nach Flensburg zu einer Vereidigung von Offiziersanwärtern reisen, um anschließend zu einer mehrmonatigen Mittelmeerreise aufzubrechen. Die Fregatte MECKLENBURG-VORPOMMERN und das Flugkörperschnellboot OZELOT werden gemeinsam an einem Manöver in Nord- und Ostsee teilnehmen und im Verlauf dieser Übung den dänischen Hafen Århus anlaufen. Die Besatzungen der Schiffe bedanken sich herzlich bei der Stadt Rostock für die Gastfreundschaft und freuen sich auf ein Wiedersehen in der Hansestadt.

Open Ship auf dem Seenotkreuzer VORMANN JANTZEN
Am Sonnabend ermöglichte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) seinen  Hanse-Sail-Gästen den Besuch des Seenotkreuzers VORMANN JANTZEN im Rostocker Stadthafen. Über einen großen Besucherandrang freut sich der Leiter des DGzRS-Informationszentrum Nordost Jürgen Gronholz. Er bedankt sich bei den Spendern, dank deren finanzieller Hilfe der Einsatz von DGzRS-Teams  zur  Rettung von Menschleben erst möglich wird. Schließlich benötigt die Gesellschaft für ihre Arbeit Zuwendungen unterschiedlichster Sponsoren. So auch für Seenotübungen zur Hanse Sail mit Hubschrauber, die von vielen Zuschauern bewundert worden sind.

Isländische Jazzband überzeugte auf der Hanse Sail 2006
Vor der NDR-Bühne begeisterten sich gestern viele Hanse-Sail-Gäste an der Musik der isländischen Jazzband „Benni Hemm Hemm“. Es war vor allem der dunkle, kraftvolle Blechsound aus zwei Trompeten (Eriker Olafsson und Äki Asgeiersson), zwei Posaunen der Gebrüder Finnur und Kari Ragnarsson sowie dem Cornet der einzigen Dame in der Band: Elsa Kristin Sigurdardottir. Dass die Isländer aber auch anders können, bewiesen sie dann mit der hellen, ja fast zarten Interpretation des Songs „I can love you anywhere“. Frontmann, Sänger und Chef der Band Benedikt Hermann Hermansson sang und steigerte im Verein mit den Gitarristen Robert Reynisson, Gudmunder Stein Gunnarsson und dem Bassisten Pall Ivan Palsson sein eigenes Gitarrenspiel zu einer beachtlichen Solo-Leistung, die vom Publikum mit viel Beifall honoriert wurde.

1. Platz in der Publikumswertung für Hasen mit Taucherbrille
Friseur Dybaré hat das schönste Schaufenster der diesjährigen Hanse Sail. Das Friseurgeschäft in der Jakobipassage nahm zum ersten Mal an der Aktion teil und gewann mit maritimer Dekoration die Publikumswertung. Auffällig ist zunächst der lässig im Liegestuhl sitzende Hase mit Taucherbrille, Schnorchel und Schwimmflossen, der die Schaulustigen zum Schmunzeln bringt. Daneben segelt ein Schiffchen im welligen Haar eines frisierten Kopfes. Auch an das 50. Jubiläum der Marine hat das Geschäft gedacht: Beide Figuren tragen Matrosenhemden. Im oberen Bereich des Fensters hängt ein Netz, in dem Muscheln, Haarpflegeprodukte und die Hanse-Sail-Fahne gekonnt eingearbeitet wurden. Abgerundet wird das ganze Bild mit ausgestreutem Sandstrand. Für die Jury war jedoch das Schaufenster der Stadtbibliothek am schönsten. Auch sie erhält den ersten Preis. Der City-Kreis Rostock e.V. und das Büro Hanse Sail hatten zu der Aktion aufgerufen, an der sich über 50 Geschäfte aus der Rostocker City beteiligten.

Wim Spaargaren kann wieder gehen
Nahezu alle kleinen und großen Malheure des Lebens an Land und auf See hat die Betreuergruppe in 15 Jahren Hanse Sail schon beschäftigt. Doch die Reparatur einer Beinprothese eines ausländischen Seemannes zu organisieren, war dann auch für Betreuer-Chef Günter Senf und seine „rechte Hand“ Marianne Dietrich neu. Wim Spaargaren (64) von der Yacht V. SYMPHONY meldete sich, weil das Schloss seiner Beinprothese kaputt war – eine Gehhilfe, die von niederländischen Orthopäden angefertigt worden war. Dazu ist der Segler selbstverständlich bei einer Krankenkasse seiner Heimatlandes versichert. Marianne Dietrich, eine couragierte Realschullehrerin mit weit über zehn Jahren Sail- und Sturmerfahrung und selbst Seglerin, konnte den Fall klären. Vor allem weil die Rostocker Firma Liebau-Orthopädietechnik aus der Paulstraße schnell und kompetent handelte. Der behinderte Segler wurde von einem Firmenmitarbeiter mit dem Auto vom Stadthafen abgeholt und zurückgebracht: Abstimmungen, Reparatur, Anprobe – und dann strahlten alle. Wim Spaargaren kann wieder auf zwei Beinen gehen und sagte der Orthopädiefirma und „seiner“ Betreuerin bewegt DANKE!

Ehepaar aus dem Brandenburgischen doch noch glücklich an Bord
Hafenkapitän Stefan Rathmanner und Polizeikommissar Frank Schmoll von der Wasserschutzpolizei waren die Glücksbringer des Samstag-Abend. Mit ihrer Hilfe konnten Christiane und Jörg Dedow die polnische Brigg FRYDERYK CHOPIN auf Umwegen gerade noch rechtzeitig erreichen. Von einer großen Fruchtwarenfirma war das Ehepaar aus dem Brandenburgischen zu einem abendlichen Hanse-Sail-Segeltörn eingeladen. In Warnemünde angekommen, begaben sie sich verzweifelt auf die Suche nach ihrem Schiff, das aber bereits im Stadthafen gestartet war. Der Warnemünder Hanse-Sail-Sprecher Horst Marx, der gerade das Geschehen auf dem Wasser moderierte, half spontan. Er telefonierte sofort mit dem Rostocker Hafenkapitän, der bat die Wasserschutzpolizei um Hilfe. Mit dem Polizeiboot WARNOW fuhren die letzten Passagiere der polnischen Brigg entgegen und gingen - nun wieder glücklich - an Bord.

7. Rostocker Kanoniers- und Böllertreffen
Auch in diesem Jahr krachte es im Rostocker Stadthafen wieder laut. Am Sonnabend eröffnete mit sieben Böllerschüssen die Rostocker Schützengesellschaft Concordia 1848 das 7. Rostocker Kanoniers- und Böllertreffen am Gehlsdorfer Ufer. Anlässlich des 13. Geburtstags der Reederei Scandlines, langjähriger Werbepartner der Hanse Sail Rostock, waren am Sonntag auf dem Scandlines-Gelände in Warnemünde die 30 historischen Kanonen nochmals zu bewundern.

72 Spieler und vier schwedische Spielerinnen
beim Pilsener Hanse-Sail-Cup

Nun schon zum 4. Male kämpften Fußballverrückte mit Rück-, Quer- und Steilpässen, mit Freistoß, Einwurf und Torschuss um den Rostocker Pilsener Hanse-Sail-Cup. Die Mannschaften sind eigentlich Crews, denn sie stammen von den Schiffe, die der 16. Hanse Sail das maritime Flair geben. Mit einem Torwart und vier Feldspielern ging es aufs Feld der Halle 603 im Stadthafen. Turnierleiter Gerhard Wendt spricht natürlich davon, dass „bei allem der Spaß und die Freude am gemeinsamen Spiel im Vordergrund stand“. Aber klar zur Sache ging es in jedem Spiel. Vor allem beim engagiert umkämpften Spiel der Crew GORCH FOCK gegen die Mannschaft des polnischen Landungsbootes POZNAN (Platz 3). Hier mussten die späten Cup-Gewinner, die GORCH FOCK-Mannschaft, beim 3:1-Sieg ihr einziges Gegentor hinnehmen und standen vor der Halbzeit noch am Rande der Niederlage. Den zweiten Platz belegten im Spiel-Rhythmus „Jeder gegen Jeden“ die Bereitschaftspolizisten Waldeck. Größere Sportlichkeit zeigten Kristina Larsson, Britt Persson, Hanna Engholm und Asta Hansen, die in den schwedischen Crews KVARTSITA und WESTKUST mitspielten und den gastgebenden Teams den Vortritt ließen. Höflich zogen sich die heißblütigen Nordis auf den vorletzten 6. und letzten 7. Platz zurück. Ansonsten landete Titelverteidiger MECKLENBURG-VORPOMMERN 1 auf dem 4. und MECKLENBURG-VORPOMMERN 2 auf Platz 5 in einem erstklassigen Turnier, für den das Hanse-Sail-Büro die Pokale stiftete.

Die Rostockerin Marit Thürkow ist Miss Hanse Sail 2006
Schöne Menschen werden immer gern gesehen. Folglich schmückt sich auch manche Großveranstaltung mit solchen Schönheiten, um für sich zu werben. Die Hanse Sail macht da keine Ausnahme. In diesem Jahr wählte eine Jury mit der Miss-World Paula Saldarriaga aus Kolumbien an der Spitze die 22-jährige Rostockerin Marit Thürkow zur Miss Hanse Sail 2006. Zuvor hatte sie und 15 Konkurrentinnen ein Interview zu überstehen, in dem sie mit klugen Antworten brillieren sollte. Es folgte die Bewertung ihres Gesichtes, ihres Ganges und ihrer Figur. Am Ende siegte Marit Thürkow vor der 17-jährigen Marlene Peters aus Tribsees und der 18-jährigen Sissy Ziemer aus Schwerin. Miss Hanse Sail vertritt übrigens Mecklenburg-Vorpommern am 20. Januar bei der Miss-Deutschland-Wahl in Merseburg. Kuriosität am Rande: Es hätten eigentlich 17 Bewerberinnen sein können, aber als eine junge Dame einen Blick auf ihre Konkurrentinnen geworfen hatte, flüchtet sie in aller Eile.

Gastliche Mecklenburger verwöhnen Schiffsbesatzungen
Eine gemischte italienische Vorspeise, Tortellini mit Schinken und Fleischmedaillons mit verschiedenen Soßen hat gestern Stefano Pirini seinen Gästen serviert. Das italienische Restaurant „Luna Rossa“ im Stadthafen empfing 25 Seeleute und bewirtete die Gäste gern, auch wenn der aus Rimini stammende Italiener während der turbulenten Sail-Tage nicht weiß, was er zu erst machen soll. „So wie dieser italienische Charmeur haben auch die Chefs von insgesamt 45 Gaststätten ihre mehr als 400 ausländischen Seeleute vorzüglich umsorgt“, sagt Ulrich Hellmuth vom Hanse-Sail-Team. Er organisiert seit sechs Jahren mit Angret Ede die Hanse-Sail-Aktion „Gastliche Mecklenburger“ und wirbt neue Partner auch für 2007.

Unsere Hanse-Sail-Serie (5)
Ausblick: Schweden ist Partner der Hanse Sail 2007

Nicht selten - zwar meist scherzhaft, aber immerhin - nennen sich Mecklenburger und Pommern hier an der Küste Südschweden. Schließlich war Wismar bis 1903 schwedisch und Stralsund bis 1815. Von Rostock aus trieben die "Schonen-Fahrer" - so nannten sie sich nach der südschwedischen Region Skǻne - regen Handel. Nun wird Schweden 2007 Partner der Hanse Sail. Nicht so sehr "alter Schwedenzeiten" wegen, sondern weil Schweden 2007 den Vorsitz im Ostseerat führt. Dieser berät kooperativ die Ostseeanrainer und die EU-Kommission zur wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit in der Region.
Gerade im maritimen Bereich verbindet uns viel mit Schweden: der gemeinsame Nachbau des alten Postdampfers HIORTEN. Die nach ihm benannte Segler-Regatta ist Auftakt zur alljährlichen Hanse Sail. Beide Länder sind an der BALTIC SAIL beteiligt. Schwedische Traditionssegler gehören zur Hanse Sail wie Rigg und Takelage zum Segelschiff. Der Gemeinsamkeiten sind viele. Wenn auch noch der schwedische Konsul hier - seit 1997 ist es der alteingesessene Unternehmer Axel Erdmann - ein Freund des "weißen Wassersports" ist, kann man sagen: "All people on Board".

Das Wetter
Welch eine glückliche Fügung! Das umfangreiche Tiefdruckgebiet von Belgien bis Polen kippte, bevor es die totale Herrschaft über unser Wetter gewinnen konnte. Als Randtief wanderte es westwärts und konkurriert nun mit einem Hoch bei Lappland, das seinerseits ostwärts zieht. Die Auswirkungen sind – dem gestrigen Wetter nicht unähnlich – ab und an sonnig, streckenweise bewölkt und manchmal eben regennass, so dass auch der heutige Montag der Hanse Sail zwischen Sonnenstrahlen und Regenstropfen schwankt. Doch gerade am gestrigen Sonntag, auf den alle sich so freuten, öffneten sich die Schleusen des Himmels schauderhaft.
ABER: Summa summarum meinte es der Wettergott mit der 16. Hanse Sail doch noch recht gut, ohne darauf zu verzichten, uns deutlich zu zeigen, dass er auch ganz, ganz anders kann. Hoffentlich hat Petrus zur 17. Hanse Sail 2007 etwas bessere Laune!