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Willkommen zur 19. Hanse Sail Rostock

Die Anziehungskraft der Hanse Sail Rostock resultiert vor allem aus dem „Gegenstand“ des maritimen Volksfestes, den Traditionsseglern und Museumsschiffen. Jedes Jahr am 2. August-Wochenende erleben eine Million Besucher dieses lebendige maritime Kulturgut in „geballter“ Form.

Die mehr als 200 Teilnehmerschiffe, von denen viele mit einem kräftigen Böller aus historischen Schiffsgeschützen bei ihrer Ankunft begrüßt werden, sind zusammen über 13.000 Jahre alt, verfügen über mehr als 60.000 Quadratmeter Segelfläche und würden insgesamt sechs Kilometer Kailänge belegen. Das geht aber nicht, weil der Stadthafen, Rostock-Marienehe und der Passagierkai in Warnemünde nicht so lange Kais haben. Und so liegen die Schiffe im Dreier- oder Viererpack im Stadthafen. Das hat den Vorteil, dass man als Besucher nicht ganz so weit laufen muss, um sich ein Bild zu machen, zum Beispiel von den Galionsfiguren der alten Segler.

So richtig ins Bild setzen sich die Galeassen, Briggs, Koggen und Schoner auf der Warnow zwischen Stadthafen und Warnemünde, die in den Vormittags- und Abendstunden der Sail-Tage zum „Laufsteg“ der maritimen Models wird. Im Unterschied zur modernen Modewelt sind hier nicht die schlanken und jungen, sondern die dicken und alten Akteure gefragt, wie beispielsweise das Plattbodenschiff FORTUNA oder der Clipper SIGANDOR, die im Jahre 1909 gebaut wurden und zur 19. Sail ihren „Hundertsten“ feiern.

Je näher die traditionellen Schiffe der Ostsee kommen, um so mehr entfalten sie ihre Segelpracht und treffen hier auf moderne maritime Zeitgenossen, wie Kreuzliner, Schiffe der Deutschen Marine und Fähren. Das ist eine Inszenierung, die keinen Regisseur hat und dennoch den Eindruck einer maritimen Parade der Schifffahrtsgeschichte vermittelt. Das ist von den vielen Schauplätzen am Ufer aus beeindruckend, aus einem Seeflugzeug faszinierend, aber das echte Hochgefühl, die gehobene Sail-Stimmung, stellt sich erst an Bord eines der Schiffe bei einem Mitsegeltörn ein.

Die volle Entfaltung der Segler erfolgt schließlich auf der Ostsee vor Warnemünde, wenn alle Segel gesetzt werden. Spannend sind die Manöver an Bord besonders am Sail-Samstag, wenn das Startsignal zu den Regatten ertönt und die Crews ihre Mitsegler einladen, mit anzupacken.

Die Hanse Sail hat in den letzten Jahren viel dazu beigetragen, dass die Ostsee zunehmend „Das Meer der Traditionssegler“ wird. Die Hiorten-Regatta von Karlskrona nach Rostock oder die Veranstaltungen des Verbundes Baltic Sail, dem Halmstad, Karlskrona, Lübeck-Travemünde, Klaipeda, Gdansk und Rostock, Sassnitz, Swinoujscie und Gävle angehören, sind Begriffe des Ostseeraumes geworden.

Hanse Sail und Baltic Sail sind mehr als eine symbolische Bewegung in Erinnerung an die legendäre Hansezeit, die vor 750 Jahren im Jahre 1259 in Form des „Wendischen Quartiers“ ihre Wurzeln hatte. Die Perspektiven, weitere Beiträge zu einer neuen, modernen Hansezeit zu leisten, sind gut.

Dänemark ist Partnerland der Hanse Sail 2009. Wir, die Organisatoren, und Sie, die Besucher, sind gespannt auf die Beiträge unseres nördlichen Nachbarn. Die von Sail Training International seit mehr als 50 Jahren veranstalteten Tall Ships’ Races finden in diesem Jahr wiederum im Ostseeraum statt. Von Gdynia geht es über St. Petersburg und Turku nach Klaipeda, wo es am Wochenende vor der Hanse Sail ein grandioses Finale geben wird. Den Teilnehmern, die anschließend die Segel in Richtung Hanse Sail Rostock setzen, ist ein besonders lauter und herzlicher Begrüßungsböller beim Einlaufen in Warnemünde sicher.

Willkommen zur 19. Hanse Sail Rostock!