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Sail-Kolumne

17.06.2009

Wie steh’n die Sail-Aktien?

Anfang Juli, also fünf Wochen vor der Hanse Sail, erscheint traditionell das „Hanse Sail Magazin aktuell“. Die 88 Seiten bieten einen detaillierten Einblick in das Programm der 19. Hanse Sail auf der Warnow, vor Warnemünde sowie auf den Bummelmeilen und viele Hintergrundgeschichten über Schiffe, internationale Gäste, Künstler und Akteure hinter den Kulissen des großen Festes. Und es wird so manches Geheimnis gelüftet.

Zum Beispiel: Was ist ein Haikutter-Tax? Nun also wohl auch die Hanse Sail? Nein, keine Angst, das Organisations-büro spekuliert neuerdings nicht an der Börse, obwohl der enger werdende finanzielle Spielraum …
Der Haikutter-Tax ist ein Anzeiger, ein Barometer für ein spannendes maritimes Projekt, das wie so oft bei der Sail, nur durch die Unterstützung vieler Partner möglich wird. Dieser besondere Tax „lebt“ speziell vom Engagement der Guldborgsund Kommune, der Hansestadt Rostock, von Coca-Cola, der OSPA-Rostock, der Scandlines GmbH, von Adler-Schiffe, ScanRo und der Heinrich Hirdes GmbH.

Am Vortag der Sail, am 5. August, startet die 1. Haikutterregatta von Nysted in Dänemark nach Warnemünde. Für die Teilnehmer gibt es ein Startgeld, das für den Erhalt dieser besonderen Traditionssegler, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in Dänemark gebaut wurden, vorgesehen ist.

Die Sponsorensumme geteilt durch die Länge der teilnehmenden Schiffe, ergibt den Haikutter-Tax. Er stand bei Redaktionsschluss bei 45,- Euro pro Schiffsmeter. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Ein Beispiel: Die 111-jährige HANSINE ist 25 Meter lang und würde nach jetzigem Stand (Mitte Juni) 1.125,- Euro Startgeld bekommen.

Trotz des Einblicks in diese besondere „Börsenwelt“ bleiben vielleicht bei dem einen oder anderen Zweifel. Klingt Haikutter nicht ein bisschen wie Heuschrecken? Aber lesen Sie selbst im Magazin aktuell nach!

Die kleine Schwester des großen Hanse Sail Magazins beinhaltet neben dem ausführlichen Programm der 19. Auflage des maritimen Festes mit Teilnehmerschiffsliste, Orientierungsplan, dem traditionellen Bogen für die Schiffsstempel und dem beliebten Bastelbogen eines Haikuttermodells  für Kinder und Junggebliebene fünf weitere Kapitel.

Mehr als zwanzig Journalisten und Fotografen zeichnen hier ein Bild rund um die Hanse Sail, werfen aber auch einen Blick ins „maritime Binnenland“ und an fremde Ufer.

Und so gibt das frische „Magazin aktuell“ nicht nur die Antwort darauf, was ein Haikutter ist, sondern bringt Klarheit über Rostocker Sommerentdeckungen, über den Begriff Windjammer an sich und die erfreuliche Tatsache, dass zur 19. Sail besonders viele Schiffe dieser Gattung kommen, über attraktive Plätze zum „Schiffe gucken“, über eine maritime Solidaritätsaktion für das schwedische Schiff BJÖRNSUND oder über eine bulgarische Schiffsschönheit, die nach einer Odyssee in Rostock festgemacht hat.

Die Hanse Sail ist seit Jahren eng mit vielen maritimen Entdeckern, Träumen und Abenteuern auf den Weltmeeren verbunden. Arved Fuchs ist im Magazin mit einem Grußwort ebenso vertreten wie Dominique Görlitz mit seinem Plan, mit einer neuen ABORA den Atlantik zu überqueren. Auch Fragen, was der Neubau der ALEX II macht und wie ein Segelschiff in die Buddel kommt, werden geklärt.

Natürlich gibt es auch Anzeigen im „Hanse Sail Magazin aktuell 2009“. Zum Beispiel vom Hauptsponsor der Hanse Sail, der Hanseatischen Brauerei Rostock, vom Ostdeutschen Sparkassenverbund, von LIDL oder von Eurawasser. Ohne sie und die vielen anderen Partner wären weder das Magazin noch die Hanse Sail möglich. Nicht zuletzt durch ihr Engagement stehen die Sail-Aktien im Sommer 2009 nicht schlecht. Daran muss ab und an erinnert werden. Auch oder gerade in Krisenzeiten.

Klaus-Dieter Block